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Geschichte der Katzsteinbaude

Während der Zeit des Faschismus wurde die ehemalige Köhlerhütte abgerissen und an ihrer Stelle ein sogenanntes "Waldarbeitslager" errichtet. Nach 1945 blieb es zwei Jahre ungenutzt. 1947 wurde dort ein Jugendwerkhof eingerichtet, welcher zwei Jahre bestand. Von 1950 - 1956 diente dieses Gebäude als Lehrlingsinternat für Forstfacharbeiterlehrlinge. Seit 1956 gehörte es dem VEB Automot Heidenau, der es zu Erholungs- und Schulungszwecken nutzte. Nach erfolgter Renovierung wurde im September 1993 das Gebäude als "Katzsteinbaude" eröffnet.


Waldlager Forstlehrlingsinternat

Geschichtliches über Cunnersdorf

Im Gemeindeteil Cunnersdorf (1379 gegründet bzw. zu Böhmen gehörig erwähnt, 1454 wieder sächsisch), bis 1627 Kunradsdorf genannt, entstand im 16. Jahrhundert unter Kurfürst August ein kurfürstlicher Forsthof . Das Dorf liegt inmitten ausgedehnter Wälder zwischen 270 und 320 m NN in einer Talmulde des Cunnersdorfer Baches. Noch heute sind einige Dreiseitbauernhöfe mit Sandsteinunterbau und Fachwerkgeschossen zu sehen. Die neoromanische Kirche von 1854/55 besticht durch ihr Altarbild. Im Ortsteil Viebig rechtsseitig des Cunnersdorfer Baches befindet sich die ehemalige Obermühle. Die Mahl- und Brettmühle ist 1561 urkundlich belegt. Die Brettmühle war das letzte Mal 1955 in Betrieb. Von den ortsansässigen Naturfreunden wurde der Cunnersdorfer Naturlehrpfad angelegt. Er führt nach Süden über das Katzsteinplateau zum 474 m NN hohen Katzfels, wo 1809 die letzte Wildkatze erlegt worden sein soll. Dicht darunter befindet sich der Katzstein (444 m NN). Cunnersdorf zählte 1445 sechs Ansässige, 1609 waren es bereits 33 Ansässige. 1840 wohnten etwa 600 Einwohner im Ort. Diese Zahl ist bis heute etwa gleich geblieben.2004 feierte Cunnersdorf sein 625-jähriges Bestehen.